MINT am Thomaeum

Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“

Einen besonderen Stellenwert haben die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik am Thomaeum schon lange, aber die offizielle Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ (erstmalig verliehen im Jahr 2013 mit Rezertifizierungen in den Jahren 2016, 2019 und 2022) zeigt auch der Öffentlichkeit, dass wir sehr engagiert im Bereich der MINT-Bildung sind und dass sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen Besonderes leisten.

  • Ausrichtung der Unterrichtsinhalte an den für Gymnasien in NRW verbindlichen Kernlehrplänen mit schulinternen Schwerpunkten
  • Nutzung modern ausgestatteter Fachräume mit umfangreichen Materialsammlungen
  • Praxisorientierung durch Experimentalunterricht
  • Methodische Vielfalt durch Kombination verschiedener Unterrichtsmethoden und Einbezug digitaler Lernerfahrungen
  • Interdisziplinäres Arbeiten und Denken in größeren, mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zusammenhängen
  • Begeisterung für MINT-Themen durch Naturnähe und Förderung außerunterrichtlicher Aktivitäten
  • Verbindung von naturwissenschaftlichen mit sozialen Erfahrungen in der Klassen- bzw. Kursgemeinschaft
  • Einbindung von Gesundheits- und Umwelterziehung sowie beruflicher Orientierung im MINT-Bereich
  • Unterstützung bei der Teilnahme an MINT-Wettbewerben
  • Öffnung von Schule für alltagsnahe und fachwissenschaftliche Einflüsse
  • Berücksichtigung von Problemstellungen auf lokaler und globaler Ebene
  • Erziehung zur informierten, kritischen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und Anwendung von Wissen

Aktuelles

Meine Teilnahme an der JuniorAkademie 2022

Meine Teilnahme an der JuniorAkademie 2022

Nachdem meine Lehrer mich auf dieses Angebot des Landes NRW aufmerksam gemacht hatten, beschloss ich es einfach zu versuchen und mich zu bewerben. Circa zwei Monate später erhielt ich dann die Bestätigung, dass ich für die Akademie ausgewählt worden war. Mein...

„Hautnaher“ Lese-Talk

„Hautnaher“ Lese-Talk

Ab sofort gibt es im Sekretariat Tickets für den Lese-Talk „Hautnah“ in unserer Aula. Die Veranstaltung des Hospitals zum Heiligen Geist findet anlässlich des bundesweiten Vorlesetags am Freitag, 18. November, von 18 bis 20 Uhr statt. Tickets kosten 12 € das Stück,...

M wie Mathematik

Mathematik ist eine der bedeutsamsten globalen Kulturleistungen, die sich über tausende von Jahren auf der Suche nach dem Schlüssel zum Verständnis der Welt entwickelt hat. Sie stellt ein eigenständiges Gebäude aus Begriffen, Theorien und Strukturen dar, das es ermöglicht, Ausschnitte der naturgegebenen Wirklichkeit und Vorgänge in komplexen Systemen wie der Wirtschaft und der Gesellschaft zu erfassen und zu verstehen. 

Als Sprache der Naturwissenschaften und Technik ermöglicht die Mathematik wissenschaftliche Entwicklungen und Lösungen technischer Probleme und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung unserer modernen Welt. Ebenso bilden mit mathematischen Methoden gewonnene Erkenntnisse in Politik und Wirtschaft sowie in den Sozial- und Geisteswissenschaften häufig die Grundlage für Entscheidungen.

Das Ziel des Mathematikunterrichts ist die vertiefte mathematische Grundbildung der Schülerinnen und Schüler. Vertiefte mathematische Grundbildung ist die Fähigkeit, die Rolle zu erkennen, die Mathematik in der Welt spielt, fundierte mathematische Urteile zu fällen sowie auf gegenwärtige und zukünftige gesellschaftliche und individuelle Anforderungen vorbereitet zu sein. […] Demnach sollen den Schülerinnen und Schülern im Mathematikunterricht mit dem Ziel der mathematischen Grundbildung insbesondere die folgenden Grunderfahrungen ermöglicht werden:

 

 

  • Mathematik als Anwendung: technische, natürliche, soziale und kulturelle Erscheinungen und Vorgänge mithilfe der Mathematik wahrnehmen, verstehen, beurteilen und beeinflussen
  • Mathematik als Struktur: mathematische Gegenstände und Sachverhalte, repräsentiert in Sprache, Symbolen und Bildern, als geistige Schöpfungen, als eine deduktiv geordnete Welt eigener Art erkennen und weiterentwickeln
  • Mathematik als individuelle und kreative intellektuelle Tätigkeit: in der Auseinandersetzung mit mathematischen Fragestellungen Kreativität und Problemlösefähigkeit, die über die Mathematik hinausgehen, erwerben und einsetzen

(nach Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein – Westfalen 2019: Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium in Nordrhein – Westfalen: 8)

 

Vor dem Hintergrund dieser im Kernlehrplan formulierten Ziele des Faches Mathematik und in Einklang mit dem Leitbild unserer Schule ist es das Anliegen unserer Mathematikfachschaft, die Lernenden als Individuen mit jeweils besonderen Fähigkeiten, Stärken und Interessen in den Blick zu nehmen. In einem längerfristigen Entwicklungsprozess erfahren die Schülerinnen und Schüler die Mathematik als Anwendung, um ihnen für den gesellschaftlichen Alltag einer zusehends digitalen Welt die notwendige Beurteilungsfähigkeit und Entscheidungsfreiheit zu ermöglichen. Dabei sammeln die Schülerinnen und Schüler auch Erfahrungen mit dem Einsatz digitaler Werkzeuge. Modulare Mathematiksysteme oder auch erste, in Eigenregie entwickelte, digitale Lerntheken werden dabei zur Unterstützung und Vertiefung der individuellen Lernprozesse genutzt.

 

Zudem gilt es, die Mathematik als sinnstiftende Struktur und kulturelles Gut wahrzunehmen und wechselseitige Verständigung und Kooperation als festen Bestandteil des Unterrichts zu pflegen. Ebenso wird die individuelle Auseinandersetzung mit Fragestellungen gestärkt, damit individuelle Problemzugänge und kreative Problemlösefähigkeiten entwickelt werden können. Gerade im Hinblick auf die so wichtige Problemlösefähigkeit fördern wir am Thomaeum die mathematische Bildung und das Interesse an mathematischer Auseinandersetzung über klassische Unterrichtsangebote hinaus. Eine wichtige Rolle nehmen dabei verschiedene Mathematikwettbewerbe ein. So nehmen jährlich knapp 200 unserer Schülerinnen und Schüler am „Känguru der Mathematik“ teil. Auch den mitunter ambitionierten Aufgaben der „Mathematikolympiade“ stellen sich jährlich Lernende aus allen Jahrgangsstufen so erfolgreich, dass Thomaer*innen regelmäßig bei den Kreis- und Regionalmeisterschaften antreten dürfen.

Auch um unsere Schülerinnen und Schüler auf derartige Herausforderungen besser vorzubereiten, findet seit dem Schuljahr 2021/22 in unregelmäßigen Abständen unser Mathe – Café statt. Hier finden Mathebegeisterte aller Jahrgangsstufen bei Plätzchen und Kaffee bzw. Tee herausfordernde mathematische Probleme, viele spannende Rätselaufgaben, Knobelspiele, Zaubertricks, Blackstories und Vieles mehr. Alle Schülerinnen und Schüler von der Unter-bis zur Oberstufe sind immer herzlich eingeladen vorbeizuschauen und mitmachen!

I wie Informatik

Erprobungsstufe

Seit 2022/23 ist das neue Schulfach Informatik in der Erprobungsstufe verpflichtend. Die Schüler*innen werden hier systematisch an Informationssysteme und den Umgang mit ihnen herangeführt. Über die Regeln zur Benutzung der (Computer)räume und das eigene Schulnetzwerk, werden einfache informatische Grundkenntnisse vermittelt und angewendet. Sowohl die Erfahrungswelt der Kinder als auch die Chancen und Risiken einer digitalisierten Welt stehen dabei im Fokus. Der Umgang mit der Software Scratch führt dann schrittweise an das visuelle Programmieren heran und sie erlernen die Funktionsweise von Algorithmen im Unterricht. Weitere spannende Themenfelder sind Codierung, Digitaler Fußabdruck, Verschlüsselungstechniken und KI. Außerdem geht es zwischendurch immer auch um die Vermittlung und Einübung von Aspekten rund um das Datenbewusstsein sowie die Datensicherheit. Die Kinder werden so besser auf die Anforderungen einer zunehmend von Informatik und digitalen Kommunikationssystemen geprägten Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet. Dabei werden Kompetenzen und Fähigkeiten zum Anwenden und Bedienen digitaler Systeme in dieser Phase schrittweise und spielerisch vermittelt, insbesondere die grundlegenden Kompetenzen zum Verständnis informatorischer Konzepte und Prozesse, um die Arbeitsweise, den Nutzen sowie die Wirkungsweise von Informatiksystemen erklären und bewerten zu können.

Mittelstufe

In der Mittelstufe beschäftigen sich die Schüler*innen dann noch intensiver mit dem schuleigenen Netzwerk und erkunden, wie es funktioniert. Danach erweitert sich der Blick auf das weltweite Datennetz, d.h. es werden zuerst bestehende Webseiten analysiert und anschließend unter Verwendung von HTML und CSS eigene Präsentationen für das Internet erstellt. Weitere spannende Themen sind Mein digitaler Fußabdruck sowie sichere Kommunikation und Kryptographie. Außerdem wird untersucht, wie weit die Digitalisierung schon in unserem Alltag angekommen ist, d.h. wie Computer mit Hilfe von Sensoren und Aktoren immer selbstständiger werden und wo sie in Alltagsgeräten bereits eine Rolle spielen.

Ausgangspunkt im Wahlpflichtunterricht Informatik ist in der Regel ein Problem mit lebensweltlichem Bezug. Schüler*innen erwerben und erweitern in der aktiven Auseinandersetzung mit solchen Problemstellungen kognitive und nicht-kognitive Kompetenzen, die ein selbstständiges informatisches Problemlösen anbahnen. Der Kompetenzerwerb erfolgt kumulativ. Durch die zunehmende Komplexität der fachlichen Inhalte sowie der unterrichtlichen Kontexte, Projektvorhaben und Beispiele wird den Schülerinnen und Schülern dieser Kompetenzerwerb ermöglicht. Der Kernlehrplan ist dabei aber so gestaltet, dass Freiraum für Vertiefungen und aktuelle Entwicklungen offen bleibt. Um die Kompetenzerwartungen des vorliegenden Lehrplans sinnvoll zu erweitern, wird ab 2023 auch schon im WP-Bereich die Programmiersprache Python gelehrt.

Oberstufe

In der Oberstufe kann das Fach Informatik sowohl als Grund- als auch als Leistungskurs gewählt werden. Das Besondere daran ist, dass hier die objektorientierte Programmiersprache Python von Anfang an erlernt wird und die Schüler*innen auch ohne vorherige Kenntnisse aus dem informationstechnischen Bereich in der Mittelstufe dieses Fach wählen können. Die Teilnehmenden lernen hierbei selbstständig und vor allem strukturiert zu arbeiten. Geschult werden außerdem eine gute Rhetorik sowie Präsentationsfähigkeiten, die immer wieder eingeübt werden. Die Fähigkeit, schwierige Sachverhalte einfach zu erklären, ist eine der grundlegenden Fähigkeiten, die der Informatikunterricht in der Oberstufe schult.

Seit 2022 hat das Thomaeum einen Schülerzugang zu der digitalen Lernplattform Byte Challenge, bei der man in eigener Regie auch weitergehende Kenntnis in den Scriptsprachen oder anderen Gebieten der Informatik sammeln kann. Für besonders interessierte Schüler*innen wird außerdem die Möglichkeit genutzt, ihre Kompetenzen mit Hilfe der Informatik Schülerakademie noch weiter zu fordern.

Informatik-AG

Diese AG richtet sich an Schüler*innen, die sich (über den Unterricht hinaus) gerne mit informationstechnischen Fragestellungen beschäftigen. Hierbei treffen sich die Teilnehmenden in einem separaten Raum, der verschiedenste Computer und ihre Bauteile, Server, Switches, PS2-Tastaturen und Mäuse, diverse Kabel und einen 3D-Drucker sowie weiteres Technikequipment bereithält. Die Themenwahl ist dabei sehr individuell und reicht vom Minecraft Server mit Mod- und Plugin-Design über 3D-Druck bis hin zum Aufsetzen eines NAS-Servers, also einer Art digitalem Speicher.

N wie Naturwissenschaften

Kinder sind neugierig und fasziniert von naturwissenschaftlichen Phänomenen. Dem Bedürfnis zu erforschen, was um sie herum passiert und natürlich auch warum, wird in der Grundschule durch den Sachunterricht nachgegangen. Am Thomaeum wird unmittelbar daran angeknüpft, einmal im regulären Biologieunterricht der 5. Klasse und zum anderen im naturwissenschaftlichen Neigungskurs (kurz Nawikurs genannt). Dieses Zusatzangebot ist fächerübergreifend und richtet sich an besonders interessierte Schüler*innen der Jahrgangstufen 5 und 6. In den darauf folgenden Jahren kommen für alle Kinder die Fächer Physik (ab Klasse 6) und Chemie (ab Klasse 7) hinzu. Für Schüler*innen aus der Mittelstufe, die darüber hinaus naturwissenschaftliches Interesse zeigen, gibt es AG-Angebote in den Bereichen Biologie, Chemie oder Physik unter dem Namen Science Club. Im Wahlpflichtbereich II bieten wir außerdem den Differenzierungskurs Mensch und Umwelt ab Klasse 9 an, der alle drei Naturwissenschaften interdisziplinär verbindet. In der Oberstufe sind Biologie, Chemie und Physik sowohl als Grund– als auch als Leistungskurs wählbar, darüber hinaus gibt es bei Interesse die Möglichkeit, in der Q2 an Projektkursen zu naturwissenschaftlichen Themen teilzunehmen (z.B. FloraWan).

In den Naturwissenschaften können unsere Schüler*innen

  • den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg gehen
  • belebte und unbelebte Objekte unter die Lupe nehmen
  • durch Experimente und mithilfe von Modellen naturwissenschaftliche Fragestellungen praktisch erforschen
  • mit Hilfe digitaler Werkzeuge den Horizont erweitern
  • die Natur entdecken und sich von ihr begeistern lassen
  • alltagsrelevante und lebensnahe Themen erkunden
  • aktuelle Forschungsfelder und Expert*innen aus Wissenschaft und Technik kennenlernen
  • berufliche Perspektiven im naturwissenschaftlichen Bereich kennenlernen
  • das Leben und seine Grundlagen erforschen und wertschätzen
  • drängende, umweltrelevante Probleme erkennen und nach Lösungen suchen
  • ökologische Zusammenhänge erkennen und verstehen
  • naturwissenschaftliche Fachsprache erlernen und anwenden
  • naturwissenschaftliche Regeln, Gesetze und Theorien kennenlernen und anwenden
  • sich in Wettbewerben intensiv mit spannenden Themen aus der Wissenschaft auseinandersetzen
  • nachhaltiges und umweltbewusstes Verhalten erlernen
  • sich mit gesundheitsrelevanten Themen auseinandersetzen
  • durch naturwissenschaftliche Exkursionen Bekanntes vertiefen und neue Erfahrungen machen
  • in Unternehmen, Hochschulen, Museen, zoologische Gärten und Labore hineinschnuppern

T wie Technik

Technik wird am Thomaeum nicht als eigenständiges Fach unterrichtet, aber Kompetenzen im technischen Bereich werden innerhalb der Fachschaft Kunst (u.a. in der Fackelbau-AG), in den Informatikkursen sowie im Technikteam erworben und regelmäßig praktisch angewendet. Ohne dieses handfeste Engagement sowie das technische Knowhow der beteiligten Schüler*innen sowie Kolleg*innen wären unsere bunten Veranstaltungen wie die Präsentation von riesigen Mottofackeln beim Kempener St. Martinszug, die tollen Musical- und Theateraufführungen sowie Musikkonzerte oder auch externe Veranstaltungen in unserer Aula wie der Kempener Lesetalk, die festlichen Entlassfeiern, Tanzbälle sowie Abschiedsfeste und die bunten SV-Veranstaltungen nur halb so schön.

Seit dem Schuljahr 2021/ 2022 sind wir außerdem TuWaS!-Schule und freuen uns sehr, unseren MINT-Bereich mit diesem tollen Bildungsangebot zum Thema „Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ – besonders für die Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 bereichern zu können. Als lokalen Förderer dieses Bildungsprojektes konnten wir die Kempener Firma ALDERS electronic GmbH gewinnen und dadurch als Schule aktiv an diesem spannenden Angebot teilnehmen.

Ressourcenschule

Wir arbeiten als ausgezeichnete Ressourcenschule auf verschiedenen Ebenen stetig daran, die Schule in den Bereichen Umweltschutz, Klimaneutralität, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit voranzubringen und erproben neue Konzepte zum Mülltrennen, zur Energieersparnis, zum Ressourcenschutz und zu mehr Nachhaltigkeit.

Hierbei arbeiten wir sowohl mit externen Partnern wie der Multivision und dem Nabu zusammen, aber wir fördern auch besonders schuleigene Projektideen aus den Reihen der Schülerschaft.

Kooperationen

Um unseren Schüler*innen dieses vielfältige Angebot zu ermöglichen, werden wir regelmäßig durch den Förderverein des Thomaeums (Link) unterstützt. Außerdem arbeiten wir eng mit verschiedenen außerschulischen Partnern zusammen:

  • Hospital zum Heiligen Geist
  • Hochschule Niederrhein
  • Genetics to go
  • zdi
  • Krefelder Zoo
  • HHU Düsseldorf
  • IHK/ TuWaS!
  • Multivision
  • Nabu

Wettbewerbe

„Jugend forscht – Schüler experimentieren“

Spätestens am 30.11. müssen die Themen formuliert und die Anmeldung geschrieben sein, denn an diesem Stichtag ist der Anmeldeschluss für den alljährlich im Frühjahr stattfindenden Regionalwettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ in Krefeld. Ideensuche, Literaturrecherche und Projektplanung sind zu dieser Zeit meist schon seit einigen Wochen in vollem Gange. Bis zum Ende des Jahres steht nun hauptsächlich das Tüfteln, Experimentieren, Ausprobieren und Daten sammeln auf dem Programm, denn bereits Mitte Januar muss die schriftliche Arbeit fertig sein und auf dem Jugend forscht-Server hochgeladen werden. Aber auch danach wird weiter geforscht, d.h. noch Verbesserungen am Versuchsaufbau vorgenommen sowie weitere Daten gesammelt und ausgewertet. In der Abschlussphase, kurz vor dem eigentlichen Wettbewerbstermin im Februar-März, werden informative Plakate bzw. Präsentationen gestaltet, der Standaufbau geplant sowie der Fachvortrag eingeübt, sodass dann am Wettbewerbstag selbst nicht nur der Fachjury, sondern auch Freunden, Verwandten und der interessierten Öffentlichkeit das eigene Projekt perfekt präsentiert werden kann. Danach können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur noch Daumen drücken und hoffen, dass die Jury aus den vielen vorgestellten Arbeiten vielleicht sogar die eigene auswählt und in einer abschließenden Feierstunde als Gewinnerarbeit prämiert. Aber auch ohne einen vorderen Platz zu erreichen, bringt die Teilnahme an diesem Wettbewerb allen Beteiligten immer sehr viel, denn die Jungforscherinnen und Jungforscher lernen dabei nicht nur neues Fachwissen, sondern auch, wie sie sich und ihre Arbeit gut präsentieren, wie sie trotz eventueller Schwierigkeiten am Ball bleiben, wie sie gut recherchieren, wie sie im Team am besten zusammenarbeiten, etc. Außerdem treffen sie am Wettbewerbstag auf viele andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer und deren spannende Projekte.

Bereits seit 1965 heißt es jedes Jahr wieder aufs Neue „Jugend forscht“ und seit mehr als 20 Jahren richtet die Unternehmerschaft Niederrhein mit großem Engagement den besonders erfolgreichen Regionalwettbewerb in Krefeld aus. Es werden mittlerweile jedes Jahr weit mehr als 150 Arbeiten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/ Informatik, Physik sowie Technik im Seidenweberhaus Krefeld und im Foyer des Stadttheaters ausgestellt. Am Nachmittag kann man die zahlreichen Projekte dann auch mit eigenen Augen bestaunen und sich von den begeisterten Jungforscherinnen und Jungforschern persönlich vorstellen lassen, denn ab 14.00 Uhr sind die Türen für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet. Bedingt durch die Coronapandemie wurde der Wettbewerb nun bereits wiederholt in einem Online-Format durchgeführt. Ob dies beibehalten wird oder demnächst wieder in Krefeld in Präsenz getagt wird, hängt sicherlich vom jeweils aktuell herrschenden Pandemiegeschehen ab.

Auch am Thomaeum hat dieser umfangreiche Wettbewerb bereits eine langjährige Tradition und es nehmen jedes Jahr Nachwuchsforscher*innen mit den unterschiedlichsten Themen teil.

„bio-logisch“!

„bio-logisch!“ ist ein Einzelwettbewerb für Schüler*innen der Sekundarstufe 1, die über den Unterricht hinaus an biologischen Fragestellungen und Phänomenen interessiert sind. Die Neugierde und die Motivation zum Forschen soll unterstützt und gefördert werden. Die Aufgaben sind dabei sowohl experimentell als auch theoretisch angelegt und stehen jedes Jahr unter einem anderen Leitthema.

Informatik-Biber

Der November steht am Thomaeum immer im Zeichen des Biber-Wettbewerbs, denn jedes Jahr nehmen unsere Schüler*innen mit großer Begeisterung und tollen Erfolgen an diesem Informatik-Wettbewerb teil. Der Biber fördert nämlich das digitale Denken mit lebensnahen Fragestellungen und die Schüler*innen setzen sich spielerisch und quasi selbstverständlich mit altersgerechten informatischen Aufgaben auseinander. Der große Vorteil hierbei ist, dass der Wettbewerb Interesse an Informatik weckt, ohne dass die Teilnehmenden oder Lehrkräfte Vorkenntnisse haben müssen und daher in allen Altersklassen durchgeführt werden kann.